Makroskopische Sichtweise
Mikroskopische Sichtweise

Erst die heißen Tage, die deutsche Atomkraftwerke dazu zwangen, ihre Leistung zu drosseln und dann der beinahe GAU in einem Atomkraftwerk in Schweden. Diese Zwischenfälle haben die Diskussion Pro und Contra Atomenergie wieder kräftig angeheizt.

Die Gefahren die von diesen Stromerzeugern ausgehen sind nicht weg zu diskutieren und es ist eigentlich jedem klar, dass sie nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Doch interessant in diesen Tagen war die Argumentationsführung der radikalen Befürworter regenerativer Energien. Als Alternative nannten sie u.a. immer wieder die Windkraft.

Wer allerdings während der besagten Zeit mit offenen Augen durch die Lande fuhr, dem wird aufgefallen sein, dass die hochgelobte Windenergie Ihre Chance offensichtlich nicht nutzen konnte.

Neue Westfälische vom 11.08.2006

In der Zeit in der man sie am nötigsten hatte und sie ihren Ruf als Allheilmittel der heraufziehenden Energiekrise hätte gerecht werden können, versagte sie. Denn unglücklicherweise brachte nicht nur dieser Sommer auch lange Perioden von geringer bis keiner Windhöfigkeit mit sich; und das landesweit. Wie Die Welt in einem Artikel vom 27.07.2006 berichtete, standen in der besagten Zeit von den in Deutschland installierten Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 18.000 MW gerade mal 500 MW zur Verfügung.

Der nebenstehende Artikel der am 11.08.2006 in der Neuen Westfälischen erschien, malt ein noch viel düsteres Bild der Leistungsfähigkeit moderner Windenergieanlagen. Demnach scheint das Thema Windenergie im NRW Vorreiterbezirk Ostwestfalen-Lippe trotz der hohen Subventionierung aufgrund von fünf schlechten Windjahren in Folge wirtschaftlich nicht mehr tragfähig zu sein. Angesichts dieser Meldung kann man sich vorstellen, wie schlecht die Energiebilanz und damit der Energiebeitrag aussehen muss.

In einem hoch industrialisierten Land wie Deutschland wird in diesem Sommer für jedermann mehr als deutlich, dass Windenergie nicht die Rolle als Alternativenergie spielen kann, die ihr immer wieder zugesprochen wird. Die Abhängigkeit der Windenergie von den Naturgewalten steht im Gegensatz zu der erforderlichen Versorgungssicherheit, die notwendig ist, um die Volkswirtschaft Deutschlands am Leben zu erhalten.

Deshalb bekräftigen wir noch einmal unsere Forderung die Gelder, die heute in die Subventionierung der Windkraft gehen sinnvoller zu verwenden und stattdessen

weniger vom Wetter abhängige regenerative Energien, wie z.B. Erdwärme, zu fördern

Anreizprogramme zur Energieeinsparung aufzulegen

Forschung zur Effizienzsteigerung bei der Nutzung fossiler Energien zu erhöhen